Glasmalerei Wilhelm Derix – eine lange Geschichte

 

Bild_Historie
Werkstatt im Suitbertushaus von 1941-1954

 

1866
Gründung der Glasmalerei Wilhelm Derix in Goch

1885
große fachliche Anerkennung durch die Denkmalpflege und Restaurierungsauftrag für alle Fenster des Xantener Doms. Weitere Aufträge für große Kirchen folgten, z. B. für Herz Jesu in Münster.

1886
Expansion der Firma Derix. Aufträge in ganz Europa, Asien, USA und Afrika

1908
Papst Pius X. erhält auf Bestellung ein Fenster für den Vatikan mit der Darstellung »Christus überträgt Petrus das oberste Hirtenamt«. Der Vatikan bestellt zwei weitere Fenster für die Sixtinische Kapelle.

1910
Audienz des Firmengründers Wilhelm Derix und seiner Söhne bei Papst Pius X. Verleihung von Ehrungen und Auszeichnungen durch Pius X. an die Glasmalerei Wilhelm Derix. Seither führt die Firma den Namen »Päpstliche Hofglasmalerei W. Derix«. Zahlreiche weitere Aufträge, z. B. für 12 Kirchen in Berlin, für die Dome in Billerbeck und Wetzlar, die Kathedralen in Luxemburg, St. Petersburg, Florianopolis, Yentschoufuw, Plock und viele andere. Nach dem ersten Weltkrieg wurden für mehr als hundert holländische Kirchenfenster geschaffen.

1936
Erste Mosaikbilder und Wandmosaike

1941
Firmenteilung der Werkstatt Kevelaer am Niederrhein und Einrichtung der Werkstätten für Glasmalerei und Mosaik in Düsseldorf-Kaiserswerth

1945
Eröffnung einer Restaurierungswerkstatt in der Bauhütte des Kölner Doms zur Restaurierung der mittelalterlichen Fenster im Chor des Doms

1946
Eröffnung einer weiteren Werkstatt in Rottweil

1952
Neubau der jetzigen Werkstätten im Bauhausstil mit großen Fensterflächen und einem hohen Ausstellungsturm zum Aufbau der fertigen Fenster

1954
Neubau der jetzigen Werkstätten mit einer großen Glaswand auf der Nordseite und einem hohen Ausstellungsturm zum Aufbau der fertigen Fenster.

 

Werkbeispiele – eine Auswahl

1954
Schweinfurt, Neubau St.-Kilian-Kirche, 200 m² große Chorfensterwand »Pfingsten«, Entwurf: Georg Meistermann

1957
Dortmund-City, St.-Liebfrauen-Kirche, 7 Chorfenster figürlich und 11 Schiffenster ornamental, Entwurf: Hubert Spierling

1959
Krefeld, Neubau St.-Hubertus-Kirche (Zeltkirche) umlaufend 130 m² farbiges Opalglas-Fensterband, Entwurf: Hubert Spierling

1962
Refrath-Bensberg, Neubau St.-Elisabeth-Kirche, 2 Betondallglaswände, Außenseite strenge Beton-Reliefgestaltung, Entwurf: Jochen Poensgen

1964
Köln, Neubau Geologisches Institut der Universität, 70 m² Fassadenmosaik in Naturstein und italienischem Smaltenmosaik, Entwurf: Helmut Lander

1965
Nemi bei Rom, Kirchenneubau der Missionari Verbiti, Rom, 135 m² Glascollagen in mehreren Schichten, Entwurf: Gerhard Hoehme

1966
Sursee bei Luzern, Jugendstilkirche, 10 Fenster, Entwurf: André Thomkins

1968
Olpe/Westfalen, Kirche des Mutterhauses der Franziskanerinnen, 260 m² umlaufendes Fensterband Sonnengesang des hl. Franziskus, Entwurf: Hubert Berke

1972–1978
Fenster für verschiedene Kirchen in Seoul und Anyang, Entwürfe: Yongwu Nam

1975
Münster/Westfalen, Priesterseminar Kapelle, neun figürliche Fenster mit reicher Malerei, Entwurf: Joachim Klos

1978
Luxembourg-City, Direction de la Poste, 5 Glascollagen, Entwurf: Mett Hoffmann

1980
Kölner Dom, Restaurierung des »Pfingstfensters« aus dem Jahre 1846

1980
Frankfurt/Main, Dresdner Bank, Vorplatz, Wasserwand und Brunnen Silbersee, 350 m² Mosaikgestaltung aus italienischen Smalten in Weißgold und Grauabstufungen, Entwurf: Heinz Mack

1980
Berlin-Kreuzberg, Bethanienhaus, Fenstergestaltung der Eingangshalle, Entwurf: Hella Santarossa

1982
Köln, Kirche St. Maria im Kapitol, Restaurierung und Rekonstruktion der Fußbodenmosaike

1982
Riyadh, Terminal Komplex Moschee, King Khalid International Airport, umlaufendes Lichtband, Entwurf: Brian Clarke

1987
Biberbach/Riß, Evang. Kirche, 19 Opalglasfenster, Entwurf: Georg Meistermann

1987
Frankfurt/Main, Landeszentralbank, 38 m² Wandmosaik und 23 m² Brunnenmosaik, aus italienischen Smalten gesetzt, Entwurf: Horst Gläsker

1988
Neuss, Collegium Marianum, Kapelle, Glasmalereien Schöpfung, Entwurf: Heinz Mack

1989
Bonn, Collegium Albertinum, Kapelle, 4 große Fenster, Entwurf: Wilhelm Buschulte

1992
Hamburg-Allermöhe, Neubau Edith-Stein-Kirche, großflächige Fenstergestaltung, Entwurf und Malerei: W. Gies

1994
Kaiserslautern, Neubau Universitätskirche, verschiedene Farbglasgestaltungen, Entwurf: Heinz Mack

1995
Mettmann, Neubau St.-Elisabeth-Altenheimkapelle, gesamte Fensterausstattung, Entwurf: Heinz Mack

1997–1999
Wuppertal-Barmen, St.-Marien-Kirche, 20 Fenster, Entwurf: Hans Peter Brahm

2000
Stepenitz, Stift Marienfließ, großes Fenster, Entwurf: Bernd Streiter mit Burkhard Siemsen

2001
Bochum, Fachhochschule, 28 farbig bemalte Industriegläser, fertig als Isolierglasscheiben für 2 Treppenhäuser, Entwurf: Jan Kolata

2004
Linnich Polizeigebäude, großes Wandmosaik von 1975 vor dem Gebäudeabriss abgenommen und zur Wiederverlegung restauriert. Entwurf: Ernst Jansen-Winkeln

2006
Düsseldorf, Realschule Ackerstraße, Restaurierung einer Bleiglasfensterwand und Wiedereinbau als Iso-Sicherheitsglaseinheiten, Entwurf: Anneliese Nelck

2009
Linnich Polizeigebäude, großes Wandmosaik von 1975 vor dem Gebäudeabriss abgenommen und zur Wiederverlegung restauriert. Entwurf: Ernst Jansen-Winkeln

Seit 1997
ständige Beteiligung an Ausstellungen mit Glaskunstwerken aus dem Firmenarchiv, vorrangig im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich.

Das Familienunternehmen wird heute von Elisabeth Derix geführt, der ältesten Tochter in der vierten Generation. Sie arbeitet seit über 30 Jahren im Unternehmen zusammen mit einem engagierten und kompetenten Mitarbeiterteam.